hinrich zürn l

Seit Herbst 2019 beginnen Blumenstillleben die Wände des Ateliers von Hinrich Zürn zu erobern. Das unerschöpfliche Interesse an diesem Klassiker der europäischen Kunsttradition entstand beim künstlerischen Erkunden eines vertrockneten Blumenstraußes. Jedoch sind diese Werke Zürns meist als Übermalungen älterer Bildfindungen entstanden. Während Blumenstillleben selbst seit Jahrhunderten in der Kunst als Sinnbild für die Vergänglichkeit stehen, zeigen diese Blumenbilder in zweierlei Hinsicht einen weiteren Aspekt von Vergangenheit und Vergänglichkeit. Die Übermalungen lassen manchmal Bereiche aus den älteren Werken frei und schaffen Zitate aus der Vergangenheit.

Dem überbordenden, vitalen Eindruck einer Vielzahl an Blüten und Blättern stehen die meist herabhängenden, schmalen verdorrten Blütenblätter und sonstigen Blattformen gegenüber. Vergänglichkeit wird so als Teil des Lebens dokumentiert. „Zeichnerische Elemente spielen eine ebenso wichtige Rolle wie die Farbflächen. Mal akzentuieren sie nur das Motiv, meist entsteht durch die farbig gezeichneten vegetabilen Formen erst das Motiv. Die zeichnerischen Formen bilden eine weitere Bildebene. Gemalte und gezeichnete Blätter durchdringen sich, schaffen Raum, gestatten Durchblicke und zeigen so auch eine Gleichzeitigkeit des Dargestellten.“

Werdegang l

geb. 1970 in Heilbronn / Neckar

1989 Abitur am Gymnasium Eppingen (Scheffelpreis)

1994/2001 Kunststudium an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken und der École Nationale Supérieure des Beaux-Art de Dijon, Burgund

2002 Ernennung zum Meisterschüler von Prof. B. Baumgarten, HBK Saar, Saarbrücken

seit 1999 längere künstlerische Arbeitsaufenthalte in Rumänien, Spanien, Frankreich, der Schweiz und Ägypten

seit 1999 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

seit 2001 lebt und arbeitet freischaffend am Streichenberg bei Gemmingen, Landkreis Heilbronn

seit 2008 verschiedene Kunst am Bau-Projekte

2013 monumentale Skulptur für einen Kreisverkehr, Stadt Schwaigern

2013/14 Konzeption und Umsetzung des Künstlerisch-historischen Skulpturenpfades „Eppinger Linienweg“ mit neun Großskulpturen im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

2016/17 Großskulptur für das Hartmanni Gymnasium Eppingen, Stadt Eppingen

2021 Stipendium des Landes Baden-Württemberg

+49 160 8249 824

weinmann@galeriegrandel.de

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