robert matthes l

Aus weichen Farbnebeln steigen Piktogramme, Schriftzüge, Grafitti- und Comic-Elemente sowie Symbole empor oder sie spritzen lebendig leuchtend ins Bild. Die Zeichen und Informationen stapeln sich. Durch Überlagerungen und unscharfe Konturen beginnen sich die Bildgegenstände zu durchdringen und verwischen ihre ursprüngliche Bedeutung endgültig.

In jedem Werk verbindet Robert Matthes, der sich bis 2009 an der Kunstakademie in Stuttgart ausbilden ließ, verschiedene Techniken miteinander. Neben detailreicher realistischer Malerei stehen gesprühte und getropfte Partien. Zudem substituiert der Künstler verschiedene Verfahren, denn scheinbare Schablonenmalerei steht fest neben vermeintlich Gedrucktem. Und zuletzt erfährt das Werk eine Art Patina, in dem Matthes mit dem breiten Pinsel auffallende Farbspuren über das Bild zieht. Der Versammlung der vielgestaltigen Bildgegenstände zu einer dynamischen Informationsmatrix liegt das Repertoire von Benutzeroberflächen, beispielsweise jener der Smartphones, zu Grunde. Jeder Betrachter identifiziert diese bekannten Zeichen in den Werken von Matthes und fühlt sich an die entsprechenden Aktionen erinnert. Und tatsächlich enthalten zudem auch die Schriftzüge Hinweise mit Aufforderungscharakter.

Der Künstler bietet uns wenige Eindeutigkeiten an. Vielmehr können wir seine Bedeutungsträger zusammengenommen als allegorischen Kommentar verstehen. Denn umgeben von sich ständig aktualisierenden und damit vagen Informationen bleiben wir bei den einladend bunten, interaktiven Möglichkeiten unserer elektronischen Kommunikationskultur in der Realität mit unserer Sucht nach Kontakt und Wissen alleine.

Biografie l

geboren am 13.08.1982 in Rudolstadt, Thüringen

seit SoSe 2020

Lehrauftrag an der Philipps-Universität Marburg

SoSe 2019 – WiSe 2020/21

Lehrauftrag an der Universität Duisburg – EssenWiSe

2017/2018

Lehrauftrag an der TU Dortmund

seit 2016 freischaffend tätig

2009  Diplom Freie Kunst

2003 – 2009  Studium der Freien Kunst (Malerei) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, bei Prof. Joachim Hämmerle, Prof. Paul- Uwe Dreyer und Prof. Reto Boller

Preise und Stipendien l

2018 artist in residence – Salzamt Linz

2016 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg // Atelierförderung durch das Kulturamt Stuttgart

2013 Katalogförderung der Stiftungen LBBW

2012 artist in residence – Stiftung Schloss Leinzell

2011-2013 Atelierstipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg

2010 Stipendium des Landesverbandes Lippe

2009 1.Platz Camillo-Michele-Gloria-Preis – GVS-Förderung Junge Künstler

2008 Akademiepreis, Klasse Boller

Werke in öffentlichen Sammlungen l

Museum Angerlehner, Thalheim bei Wels, Österreich / VARASMUS – FineArt, Toronto, Kanada / Bundesumweltministerium, Bonn / Lippische Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, Lemgo / Silvia-und-Helmut-Wickleder-Stiftung, Leinzell / Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG, Stuttgart / Hypo-Bank, Stuttgart / weitere private Sammlungen im In- und Ausland

Ausstellungen und Messebeteiligungen l

Einzelausstellungen  (Auswahl aus den letzten fünf Jahren)

Gruppenausstellungen und Messebeteiligungen (Auswahl aus den letzten fünf Jahren)

2021

Der doppelte Blick (mit Karin Brosa), Robert Koepke Haus, Schwalenberg

2020

Den Affen Zucker geben, BBK-Galerie, BBK-Unterfranken Würzburg

2019

Lautes & Leises (mit Karin Brosa), Salvatorkirche Duisburg

2021

Welt retten…später, Galerie Grandel, Mannheim

2017

Schlaraffen unter sich, Kulturhaus der BASF Schwarzheide GmbH

Mauerläufer, Städtische Galerie am Schloss, Tettnang

2021

NUR FÜR UNS, Galerie Z, Stuttgart

2020

“SweetNothingSweet”, Kunstverein KISS, Schloss Untergröningen

Pop up – Kunst unter Reet, galerie w zu Gast in Keitum, Sylt

Lehrstücke, Schloss BRAKE, Lemgo

SPONTANE SPIELRÄUME, Galerie Z, Stuttgart

2019

PAINTING…, galerie w, Osnabrück

Von Cowboys & anderen großen Tieren, Galerie Z Stuttgart

(NO)ROOTS, Kunsthalle Europäische Kunstakademie Trier

2018

AffenTheater – Der Affe in der Kunst der Gegenwart, Forum Kunst Rottweil

I Wanna Be Your Dog # 2 – Animal Liberation in der aktuellen Kunst, Künstlerhaus Dortmund

2017

Helle Kindheit | Dunkle Kindheit, Museum Villa Rot, Burgrieden-Rot

Stand der Dinge, Künstlerbund Baden-Württemberg, Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Strong enough, Galerie Irrgang, Leipzig

AUFtakt (mit Karin Brosa), Galerie AUF, Essen

Angstfrei – Darmstädter Sezession, Nominiertenausstellung, KUNSTFORUM der TU Darmstadt

2016

FOCUS Junge Kunst 2.0, Villa Bosch, Kunstverein Radolfzell

Die Kunst zu handeln – Kunstszene SüdWest, Künstlerbund Baden-Württemberg/ SüdWestGalerie, Niederalfingen

Pointen der Gegenwart, Galerie Cyprian Brenner, Schwäbisch Hall

Sie malen immer noch, Galerie Hausgeburt, Stuttgart

Messebeteiligungen

ART.FAIR, Köln  2009, 2011, 2013, 2014 (mit Galerie Z, Stuttgart), 2015 (mit Galerie Cyprian Brenner, Schwäbisch Hall)

art Karlsruhe  2010, 2011, 2012 (mit Galerie Z, Stuttgart), 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020 (mit Galerie Cyprian Brenner, Schwäbisch Hall)

Kunst 10 Zürich, Zürich  2010 (mit Galerie Z, Stuttgart)

art bodensee, Dornbirn  2010, 2011, 2012, 2013 (mit Galerie Z, Stuttgart)

+49 160 8249 824

weinmann@galeriegrandel.de